Tipps
 
Die nachfolgenden Ratschläge sollen Ihnen Hinweise für die Erhöhung der Sicherheit Ihres Zuhauses geben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann Ihnen jedoch zu einem Mehr an Sicherheit verhelfen
 
Sicherung der Türen
 
  • Schützen Sie die Zylinder Ihrer Türen durch Sicherheitslangschilder oder Sicherheitsrosetten, die von aussen nicht zu entfernen sind.
  • Schauen Sie, dass die Schliesszylinder nach aussen nicht vorstehen.
  • Beachten Sie, dass die Schlösser so konzipiert sind, dass sie nach Einschlagen einer Scheibe oder eines Eindrückens eines dünnen Türfutters durch Hineingreifen von aussen nicht geöffnet werden können.
  • Verwenden Sie bei Holzzargen ein massives, verlängertes Sicherheitswinkelschliessblech, welches im Türfutter - oder noch besser - im Mauerwerk angebracht ist.
  • Versehen Sie die Haus- bzw. Wohnungstüre mit einem wirksamen Zusatzschloss mit Spaltöffnung.
  • Stellen Sie sicher, dass die Zusatzschlösser richtig montiert sind und Sperrketten bzw. Sicherheitsbügel vorhanden sind. Wenn Sie unsicher sind, ziehen Sie einen Fachmann herbei.
  • Sichern Sie eine allfällige Glasfüllung der Haus- bzw. Wohnungstüre durch ein von aussen nicht abschraubbarem Gitter oder verwenden Sie als Glasfüllung angriffshemmendes Verbundsicherheitsglas oder Kunstglas (Polycarbonat), das nur von innen demontiert werden kann.
  • Armieren Sie die Fugen von Glasbausteinen.
  • Achten Sie darauf, dass Weitwinkelspione (ab 160 Grad) so montiert sind, dass sie auch von Kindern eingesehen werden können.
  • Verankern Sie die Türbänder (mit Vorteil deren drei) im Türblatt und in der Zarge.
  • Achten Sie darauf, dass Türblätter nur von innen angebracht werden.
    Bringen Sie Hinterhaken an der Bandseite an.
  • Verschliessen Sie die Hauseingangstüre von Mehrfamilienhäuser auch tagsüber und statten Sie die Wohnung mit Türsprechstellen und elektrischen Türöffnern aus.
Sicherung der Fenster
 
  • Sichern Sie die Rolläden der im Erdgeschoss liegenden Fenster sowie leicht zugängliche Fenster des Obergeschosses durch eine - möglichst automatisch wirkende - Sicherung gegen Hochschieben.
  • Wählen Sie Rollladenkonstruktionen, die nicht mühelos abschraubbar und somit leicht entfernbar sind.
  • Die Rolladenschienen sollten ausreichend tief und in genügender Anzahl vorhanden sein. Zudem sollten sie von aussen nicht gelöst werden können.
  • Beachten Sie bei der Wahl Ihrer Rollläden, dass diese nicht durch Ziehen in der Mitte seitlich aus der Führung herausreissen.
  • Verwenden Sie abschliessbare Fenstergriffe.
  • Achten Sie darauf, dass gekippte Fenster zusätzlich verriegelt werden können.
  • Leicht erreichbare - aber schlecht überschaubare - Fenster sollten zusätzlich mit Gitter, einbruchhemmender Verglasung oder einer einbruchhemmenden Rollladenanlage gesichert werden.
  • Verriegeln Sie die Klappläden von leicht erreichbaren Fenstern und stellen Sie sicher, dass ein Aushängen unmöglich ist.
  • Türen zu Terrasse oder Balkon sollten mit Hebetürsicherungen, einbruchhemender Rollladenanlage oder sonst wie zusätzlich wirkasm verriegelt werden können.
  • Stellen Sie sicher, dass Lichtkuppeln von aussen nicht abschraubbar sind oder aber von innen vergittert oder mit einbruchhemmender Rollladenanlage gesichert sind.
  • Versehen Sie Dachfenster mit abschliessbaren Beschlägen.
  • Schliessen Sie Leitern ein, die als Kletterhilfe dienen könnten.
Sicherung der Kellerfenster/Kellereingänge
 
  • Verwenden Sie für die Gitter der Kellerfenster nur stabiles Material.
  • Gitter sollten verschliessbar und nur von innen zu öffnen sein.
  • Die Fugen der als Kellerfenster eingebauten Glasbausteine sollten armiert sein.
  • Stellen Sie sicher, dass die Kellerschächte mit einem massiven Gitterrost versehen sind, die gegen Hochheben gesichert sind.
  • An den Verschlagtüren sollten stabile, von aussen nicht abschraubbare Riegel angebracht sein.
    Sichern Sie die Verschlagtüren gegen Ausheben.
     
  • Versehen Sie die Garagetür ebenfalls mit einem Sicherheitsschloss.
  • Schützen Sie den Zylinder wie bei einer Haus- bzw. Wohnungstür.
  • Sichern Sie auch die Verbindungstür zwischen Garage und Haus wie eine Haus- bzw. Wohnungstür.
  • Ebenso sind Garagefenster wie Fenster am Haus zu sichern.
     
Weitere Sicherungsvorkehrungen
 
  • Verwenden Sie einen abschliessbaren Heizölstutzen.
  • Schalten Sie Aussensteckdosen von innen ab.
  • Beleuchten Sie den Eingangsbereich ausreichend.
  • Installieren Sie eine Zusatz-Aussenbeleuchtung, die von innen von mehreren Stellen aus (Schlafzimmer/Kinderzimmer) eingeschaltet werden kann.
  • Achten Sie darauf, dass sich die Schlafzimmertür wirkungsvoll von innen verriegeln lässt.
Die Fragen und Antworten erschienen anlässlich eines Zeitungsinterviews im
„Schweizerischen Hauseigentümer“ in der Nummer 2003/4
 
Frage eines Kunden: Weshalb empfiehlt die Polizei Hauseigentümern, ihr Mehrfamilienhaus mit einer Gegensprechanlage nachzurüsten?
Peter Fry: Wir erhalten hauptsächlich aus zwei Gründen Anfragen. Im Zentrum steht die verbesserte Sicherheit im Mehrfamilienhaus. Offen stehende Eingangstüren sind eine Einladung an Kriminelle und Vandalen. Da bietet eine verschlossene Haustüre eine erste Barriere. Als zweiter Punkt ist der erhöhte Komfort zu nennen. Nicht nur für ältere Leute ist es angenehmer, die Hauseingangstüre von der Wohnung aus öffnen zu können.

KUNDE: Ist der nachträgliche Einbau von Gegensprechanlage und Türöffner nicht eine aufwendige Angelegenheit, verbunden mit viel Staub und Lärm?
P.F.: Da kann ich Ihnen – und allen Hausbesitzern – eine erfreuliche Mitteilung machen. Die von uns installierten Systeme benötigen keine zusätzlichen Drähte. Auf dem Drahtpaar, das heute zum Läuten dient, werden nachher auch die Gespräche geführt und der Türöffner bedient. Dadurch entfällt das mühsame Auswechseln und Nachziehen der Drähte im Treppenhaus. Es müssen auch keine sichtbaren Kanäle montiert werden.

KUNDE: Wie müssen die Eingangstüren beschaffen sein, damit sie mit einem Türöffner nachgerüstet werden können?
P.F.: Grundsätzlich können wir jede bestehende Türe mit einem elektrischen Öffner nachrüsten. In den meisten Fällen treffen wir heute entweder auf massive Holztüren mit Glaseinsatz oder auf Metall-Glas- Türen. In beiden Fällen kann der Umbau problemlos erfolgen.

KUNDE: Wie lange dauert der Einbau einer Gegensprech-Öffner-Anlage ?
P.F.: Wir garantieren unseren Kunden, dass innerhalb eines Arbeitstages jedes Mehrfamilienhaus nachgerüstet werden kann. Dadurch sind die Mieter minimal belastet, und die Verwaltung hat weniger Probleme mit der Organisation. Zudem unterstützen wir unsere Auftraggeber bei der Organisationsarbeit.

KUNDE: Werden auch ästhetische Ansprüche bei einer Nachrüstung von Gegensprechanlage-Türöffnern berücksichtigt?
P.F.: Auf jeden Fall. Jeder Hausbesitzer ist stolz auf sein Haus. Dabei spielt die Eingangspartie eine wichtige Rolle. Gerade deshalb versuchen wir, in jedem einzelnen Fall eine optimale Lösung zu treffen. Diese betrifft neben Funktionalität und Preis gerade auch die Ästhetik. Der Sonneriebereich soll durch den Einbau aufgewertet werden.

KUNDE: Mit welchen unerwarteten Problemen muss der Hauseigentümer resp. müssen die Mieter rechnen?
P.F.: Auftretende Probleme stehen meist im Zusammenhang mit der Firma, welche eine solche Nachrüstung durchführt. Die SRS Sicherheit ist seit fünf Jahren exklusiv mit dieser Arbeit beschäftigt. In dieser Zeitspanne sind über 500 Mehrfamilienhäuser mit über 6000 Wohnungen nachgerüstet worden. Auf dieses Erfahrungspotenzial können sich Hausbesitzer abstützen. Es gibt praktisch kein Problem, das wir nicht im Handumdrehen lösen können. Zudem besteht die Gewähr, dass nicht unerfahrene Monteure tagelang an einer Anlage «herumbasteln » müssen.

KUNDE: Welches ist Ihr Aktionsradius, in welchen Regionen installiert die SRS Sicherheit AG?
P.F.: Mit unseren drei Servicezentren West, Zentrum und Ost können wir jede Ortschaft der Schweiz in sinnvoller Zeit erreichen. Dadurch können wir eine effiziente Ausführung und kurze Service-Zeiten garantieren. Da unsere Servicefahrzeuge mit allen Ersatzteilen ausgerüstet sind, wird auch für Reparaturen die Wartezeit minimiert.

KUNDE: Im Jahr 1998 haben Sie das Diplom der Bieler Wirtschaftsförderung für Ihre Entwicklung Teleportier erhalten. Was ist denn so einmalig an diesem System, und wie funktioniert es?
P.F.: Die Grundidee von Teleportier ist es, die bestehende Infrastruktur eines MFH als Hauskommunikationsanlage zu nutzen. Dabei dienen die Fernseher der Mieter als visuelles Informationssystem und die Telefone zur Kommunikation mit den Besuchern. Konkret sieht das so aus: Ein Besucher läutet am Haupteingang. Der Mieter kann direkt auf seinem normalen Fernseher den Besucher identifizieren. Mittels Telefon kann er sich mit ihm unterhalten und den Türöffner freigeben.

KUNDE: Das tönt ja genial. Ist denn ein solches System überhaupt zu bezahlen?
P.F.: Absolut. Vor allem im grossen Mehrfamilienhaus-Bereich ab ca. 20 Wohnungen ergeben sich sogar bedeutende Einsparungen gegenüber herkömmlichen Systemen. Das rührt daher, dass keine zusätzlichen Geräte in den Wohnungen notwendig sind und der Hausbesitzer auch nicht um deren Unterhalt besorgt sein muss. Im Bereich von unter 20 Wohnungen installieren wir standardmässig die Anlage mit Hörertelefonen bei der Wohnungstüre. Diese Unterscheidung hat sich sehr bewährt.

KUNDE: Ist denn überhaupt notwendig, dass alle Mieter stets Einblick in den Hauseingangsbereich haben?
P.F.: Im Rahmen der gestiegenen Sicherheitsbedürfnisse ist es sicher ein Vorteil, wenn die soziale Kontrolle im Bereich der eigenen Wohnung verbessert wird. Es ist ja ein bekanntes – wenn auch paradoxes – Phänomen, dass die Bekanntschaften der Mieter untereinander abnehmen, je grösser die Miethäuser sind. Dieser Tatsache wirkt Teleportier insofern entgegen, als zumindest der Hauseingangsbereich wieder vermehrt ins Blickfeld gerückt wird.

KUNDE: Wenn Sie noch einen Blick in die Zukunft wagen: wohin geht die Entwicklung?
P.F.: Für mich steht ausser Zweifel, dass die Nachrüstung mit Gegensprechanlagen flächendeckend vollzogen werden wird. Diese Entwicklung geht mit zunehmenden Einbruchdiebstählen und erhöhten Sicherheitsbedürfnissen einher. Da auch die Mieter in dieser Richtung Ansprüche stellen werden, erhöht der nachträgliche Einbau von Gegensprechanlage- Türöffnern auch die Attraktivität der Wohnungen. Weil die getätigte Investition eine Wertvermehrung darstellt, kann sie in der Regel auch kostenneutral vollzogen werden.